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Die Bombe ist geplatzt - Teamchef-Wechsel bei Ferrari


Es ist ganz offiziell. Teamchef Arrivabene ist Geschichte bei Ferrari , Binotto folgt. Schon seit Sommer 2018 wurden die Stimmen nach einem Führungswechsel immer lauter. Arrivabene, der 2014 als Teamchef gekommen war um Ferrari endlich wieder zu einem Titel zu führen, konnte nie wirklich überzeugen. Man sagte ihm nach, dass ihm die harte Hand in der Teamführung, wie sie ein Jean Todt oder ein Ross Brawn gehabt hatten, einfach fehlte.

Doch wie geht es weiter? Wer ist dieser neue Mann ganz oben? Mattia Binotto, 1969 in der Schweiz geboren, studierte Maschinenbau und kam nach dem Abschluss direkt zu Ferrari. Somit ist sein Herz durch und durch Rot. Die Richtung scheint zu stimmen. Ein Wechsel an der Spitze kann immer Aufbruchstimmung bedeuten. Oder den Absturz.

Warum kam es überhaupt zu der Rochade? Klar ist, in keinem Rennstall ist der Druck größer als bei Ferrari. Hier ist der Sieg immer das Minimalziel. Und da man seit 2008 dem Titel hinterherrennt, brennt der Hut bei den Tifosi. Darum kam es auch immer wieder zu teaminternen Auseinandersetzungen, die oftmals auch nach draußen drangen. Vettel hat sich immer hinters Team gestellt, im Gegensatz zu Arrivabene, der laut Kritik aussprach. Das wird nicht gerne gesehen bei den Roten. Schnell wurden Gerüchte breit, es gäbe einen internen Machtkampf zwischen Arrivabene und Binotto. Das Ergebnis lässt darauf schließen, dass es wohl nicht nur Gerüchte waren. Erschwerend kam der Tod von Sergio Marchionne dazu, der größte Befürworter Arrivabenes. Ich hab es damals schon vermutet, dass seine Zeit ausgelaufen ist.

Positiv für Ferrari ist, dass sie nicht lange um Ersatz für den nun beförderten technischen Direktor suchen müssen. Dieser könnte Laurent Mekies heißen. Der gerade angeheuerte Ex-FIA Mann, dessen Verpflichtung für großes Aufsehen sorgte, da er bei seiner vorhergehenden Tätigkeit umfangreiche Einblicke in sämtliche Rennställe hatte. Man wird sehen, wie sich das neue Jahr entwickelt. Ein guter Start, das haben wir zweifelsohne 2018 gesehen, reicht noch lange nicht für den großen Pokal!

 

- th -

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Kommentare: 2
  • #1

    Joe (Donnerstag, 10 Januar 2019 13:42)

    Hoffentlich bringt das nicht wieder zuviel Unruhe ins Team. Eine konstante und eingespielte Truppe ja auch sehr wichtig um in der Formel 1 Erfolge zu feiern...

  • #2

    Denis (Freitag, 11 Januar 2019 10:50)

    Na ja, irgendwas mussten Sie ja nach der Saison tun. Ist wie beim Fußball, probiert man es mit einem neuen Trainer. Bin mal gespannt...