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Der alte Mann kann es noch - Kimi Raikkönen triumphiert in Austin


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Das ist die Zahl an Rennen, die seit seinem letzten Sieg vergangen sind. Damals noch in Schwarz für das Lotus-Team. Es war übrigens auch der letzte Sieg eines nicht Mercedes- , Ferrari-, oder Red-Bull Teams. Die letzten Jahre bei Ferrari hatte er es schwer, denn die Teamleitung hat eigentlich immer auf Vettel als Nr.1-Fahrer gesetzt. So brachte man Kimi zum Beispiel in Monaco oder Ungarn letztes Jahr um sichere Siege. Klar, wenn man Weltmeister werden will, dann muss man manche unpopulär Entscheidung treffen.

Diesmal kam es anders

Lewis Hamilton auf Pole, Kimi und Sebastian Vettel nur 8 Hundertstel dahinter, doch Vettel wurde 3 Plätze zurück versetzt, weil er im Training bei Rot zu schnell war. Einer von vielen, vielen Fehler heuer. Der nächste liess nicht lange auf sich warten: In der ersten Runde, nach einem harten Kampf mit Daniel Ricciardo die Berührung und der schon fast obligate Dreher. Das war der Startschuss für Kimi. Ein Raketenstart, unterstützt mit den weicheren Reifen, setzte er sich in Kurve eins an die Spitze und konnte die Führung verteidigen. Ricciardo war nach wenigen Runden wieder draußen. Ein erneuter Defekt, bereits der 7. heuer, warf ihn aus dem Rennen. Das virtuelle Safety-Car wurde eingesetzt und Hamilton bekam die Anweisung, genau das Gegenteil von Raikkönen zu tun. Und so bekam der Mercedes schon in Runde 12 neue Reifen. Kimi blieb draußen, und holte sich erst nach einem Drittel des Rennens neue Softs ab. Von P18 gestartet, stürmte von hinten ein anderer Gegner ran: Max Verstappen. Lewis war durch den Stopp an Kimi vorbei, und es sah nach einem weiteren Sieg für ihn aus. Doch der Mercedes war nicht sparsam mit dem Reifen, und so musste man reagieren und einen zweiten Stopp einlegen. So entwickelte sich ein beinharter Dreikampf von drei verschiedenen Teams. Das gab es lange nicht mehr. Verstappen hatte auf den Geraden keine Chance gegen den schnellen Ferrari, und bekam von hinten auch noch Druck, da Hamilton die frischeren Reifen hatte. Dieser versuchte 2 Runde vor Schluss noch eine harte Attacke, aber wer Max kennt, der weiß, dass man an dem nicht leicht vorbei kommt. Und so sicherte sich Kimi Raikkönen einen verdienten Sieg. Wer weiß, ob es dabei bleibt. Sicher ist aber, dass er nächstes Jahr kaum um Siege mitfahren kann, da er das Team Richtung Sauber verlässt. Sein Kommentar war wieder mal fantastisch. Auf die Frage, wie sich der Sieg anfühlt, entgegnete er:

 

Auf jeden Fall besser als Zweiter zu werden.

 

- th -

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