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Raceweek #1


Gavra Classic League

 

Nach einer Woche Pause, die auch nötig war um das ganze Equipment von Europa aus in die USA zu verschiffen, fanden sich unsere Fahrer Tobias Schmid und Thomas Haneder auf dem fordernden Kurs von Laguna Seca wieder. Der Wettergott meinte es gut mit ihnen, da weder extreme Hitze noch Regen vorhergesagt wurde. Auch die Gegner kamen gut erholt aus der kurzen Verschnaufpause zurück. Thomas hatte von Anfang an bedenken, dass ihm die Pace fehlt, da er in den Trainingssitzungen immer 1-2 Sekunden hinter Tobias war. Tatsächlich war es aber so, dass Tobias einfach viel schneller war als der ganze Rest des Feldes.

In der Qualifikation fuhr Tobias trotz einer nicht perfekten Runde auf Pole. Thomas schaffte leider wieder keine gute Runde, und so war es mit ca. 2 Sekunden Rückstand nur Platz 9. Er hätte nach eigener Aussage locker 7-8 Zehntel schneller fahren können was P3 oder 4 bedeutet hätte.

Der Start verlief gut, Tobias konnte locker vorne weg fahren und hatte nach gut der Hälfte des Rennens schon über 30 Sekunden Vorsprung. Thomas fand sich wegen der schlechten Startposition im dichten Getümmel, verlor einige Plätze, konnte aber wieder auf P7 vorfahren. Dann hatte er wieder mit HajkerofSweden ein heißes Duell über mehrere Runden. Leider wurde er dann von diesem von der Strecke gedrückt und verlor mehrere Plätze und die Konzentration. Er entschied sich früh an die Box zu gehen und den Undercut zu versuchen.

Tobias spulte derweil sein Programm einfach ab, fuhr etwa zur Rennmitte in die Box um sich neue Pneus zu holen. Kurz vor dem Stopp war der einzige Schreckmoment, als er mit einem Reifen auf den Sand kam und sich einmal um die eigene Achse drehte. Zum Glück nichts passiert. Thomas konnte in der Folge ein paar Plätze gut machen und fuhr bis auf ein paar Minuten zum Schluss auf P10. Der Fahrer auf P9 hatte aber anscheinend massive Probleme, wodurch er sich diesen schnappen konnte und mit P9 zumindest Schadensbegrenzung betreiben konnte.

Kommentar von Tobias:

 

Der erste Sieg in der Classic League. Wahnsinn. Die Pace war mörderisch.

Mein großer Vorteil war, dass ich nie unter Druck kam

und sodie Reifen einfach schonen konnte. Klar, gewinnen ist toll,

aber lieber wäre mir, ein Rennen zu gewinnen, dem harte aber

faire Zweikämpfe vorausgehen!

 

Thomas äußerte sich ebenfalls:

 

Ja, das war wieder ein klassisch versautes Rennen.

Erst bring ich es nicht auf die Reihe, dann stecke ich

im Verkehr fest und zu allem Überfluss werde ich von

einem Gegner abgedrängt. Scheinbar fährt der ohne Spotter,

da es so aussah, als hätte er mich überhaupt nicht bemerkt.

Doppelt ärgerlich ist es, da die Pace stimmte, ich alleine

ohne Verkehr durchaus gute und konstante Zeiten gefahren

bin. Da hätte ich mir trotz Startplatz 9 einen Platz im

vorderen Mittelfeld erhoffen können.

 

Unsere Jungs schauen jetzt vorwärts, nächsten Dienstag kommt die nächste Chance auf Long Beach. Wir sind uns sicher, dass man dort ein wahnsinnig enges Rennen sehen wird. Die Gesamtwertung in der Meisterschaft sieht jetzt schon besser für uns aus.

 

Gavra Academy

 

Ni Hao, oder Guten Tag aus China. Wir finden uns im zweiten Rennen auf dem Zhuhai International Circuit. Die Kombination aus der Strecke mit dem zickigen BMW 320 TC verspricht von vornherein ein spannendes Rennen. Unsere Fahrer Eugen Schaaf, Raphael Seimet, Yves Frey, der leider erst jetzt sein erstes Rennen fahren konnte, und Marcel Jensen, der wieder alleine in der Gruppe B angreift, stellten sich der Herausforderung.

Als ob das ganze noch nicht genug war, fand das Quali im leichten Regen statt. Eugen konnte mit P2 im gleich ein Ausrufezeichen setzen. Yves kam ohne Training auf Platz 4, Raphael kam auf Startplatz 7 und Marcel auf P8.

Der Start lieferte gleich Stoff zum Schreiben: Raphael drehte sich, und verlor einige Plätze bis auf P12 zurück. Eugen immerhin auch einen und fuhr die nächsten Runden auf P3. Yves kam durch einen Raketenstart sofort zwei Plätze nach vorn, ein kleiner Verbremser in der ersten Kurve warf ihn aber gleich wieder auf den sechsten Platz zurück. Raphael hatte wieder eine gute Pace und konnte sich schnell wieder auf P7 verbessern. Zwei weitere Runden vergingen und er fand sich in den Top 5, was auf jeden Fall eine beachtliche Aufholjagd war. Aber dann das Drama: Durch einen Kommunikationsfehler vom Veranstalter hat Raphael den Kühler zu sehr geschlossen. Dadurch wurde die Motortemperatur immer höher und ein Motorschaden war unausweichlich. Daher musste er das Auto leider schon nach 6 Runden in der Box abstellen, das Rennen war gelaufen.

Yves fand seinen Rhythmus und konnte sich bis an Eugen ran kämpfen. Marcel hatte leider einen schlechten Start und verlor einige Plätze. Zu allem Überfluss drehte sich ein Fahrer vor ihm und blockierte ihn lange, wodurch er im Grün an diesem vorbei ging. Leider meinte es das Strafensystem nicht gut mit ihm: eine Durchfahrtsstrafe war die Folge.

Raphael äußerte eich enttäuscht:

 

Der Veranstalter hat sich bei mir zumindest entschuldigt.

Trotzdem ein schwacher Trost, da hier gute Punkte möglich

waren. Trozdem sehe ich absolut entspannt in die Zukunft,

da die Pace stimmt! Darum freue ich mich auf nächste Woche

in Hockenheim, wo wir zum ersten mal einen Open-Wheeler fahren dürfen!

 

Eugen fuhr konstant weiter, bis auch er einen Zwischenfall in der 11. Runde hatte. Ein zu Überrundender drehte sich unmittelbar vor ihm und beförderte ihn ins Grün. Zum Glück kein Schaden, aber der 3. Platz war erstmal dahin.Die Chance ergriff dann Yves und fuhr an Eugen vorbei und konnte sich auch schnell P2 schnappen. Ruhig wie immer fuhr Eugen sein Rennen weiter. Das Warten machte sich bezahlt, als in der letzten Runden Yves und der drittplatzierte sich gegenseitig in die Haare bekamen. Und da zählt das Sprichwort: Wenn sich zwei streiten, freut sich der dritte, und Eugen fuhr auf P2 das Rennen zu Ende! Für Yves wurde es dann P4, aber sein Gegner, der ihn gedreht hat, lies ihn fairerweise vorbei und es wurde ein Doppel-Podium für ESR.

 

Eugen sagte nach dem Rennen:

 

Danke an die zwei Jungs vor mir. Schade, dass es einen

Teamkollegen erwischt hat, aber ich nahm die Chance

natürlich wahr und stellte mein Auto auf den zweiten Platz.

 

Yves zeigte sich mit seiner Leistung zufrieden:

 

Ohne Training auf P3 geht voll in Ordnung. Da ist noch

jede Menge Luft nach oben, darum freue ich mich auf

die nächsten Rennen nachdem ich das erste

verletzungsbedingt ausfallen lassen musste.

 

Marcel konnte nach dem Rennen seinen Zorn nur schlecht kaschieren:

 

Das Strafensystem ist ein Witz. Ich hab bei dem Zwischenfall unverschuldet locker 6 Sekunden verloren und wurde dafür

noch bestraft. Ich hab keine Ahnung, was die Rennleitung

gesehen hat. Fair war das nicht!

 

- th -

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