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Motorsport 2019 ... was kommt?

Wir haben inzwischen Oktober. Das bedeutet das Unausweichliche: Das Rennjahr neigt sich dem Ende zu, und uns steht ein langer, harter Winter ohne Motorengeräusche und Gummiabrieb bevor. Ja, da müssen wir alle durch.

 

Das heurige Jahr war durchweg spannend. In der Formel 1 ist der Kuchen mehr oder weniger gegessen, und Mercedes muss nur mehr auf den richtigen Moment warten, und erneut beide Titel abzuräumen. Verdient, leider. Da war Ferrari einfach zu inkonstant und Red Bull sowieso fern ab vom Schuss.

 

In der DTM wird es nochmal spannend vor dem letzten Rennen, da es mit Gary Paffet, Paul di Resta und Rene Rast gleich drei Titelkandidaten gibt. Aber auch das wird vorbei gehen und wir schauen schon sehnlichst Richtung 2019, wenn der Schnee geschmolzen ist und die Formel 1 Tests in Barcelona starten.

 

Was kommt in 2019 Neues?

Doch es wird viel neu sein nächstes Jahr, und das finden wir gut, denn die Königsklasse hat ein Problem: Aerodynamik. Und zwar nicht zu wenig, sondern viel zu viel davon. Die Konstrukteure haben inzwischen so viele Flügelchen und Flaps verbaut, leiten Luft kontrolliert in und um die Flügel und den Unterboden. Das bringt zwar immense Bodenhaftung, generiert aber verwirbelte Luft hinter dem Auto, die sogenannte "Dirty Air". Und genau die wollen die Veranstalter weg haben, aus einem simplen Grund. Die Luftwirbel werden nämlich dem verfolgenden Fahrzeug zur Qual, da diese die empfindliche Aerodynamik stört, und ein hinterherfahren kaum möglich ist. Darum gibt es auch seit Jahren DRS, ansonsten hätten wir wohl nur Positionswechsel an der Box gesehen. Das will kein Fan. Ross Brawn, inzwischen Motorsportdirektor der Formel 1, hat es treffend formuliert:

 

"Kein Zuseher kriegt mit, wenn die Autos 5 Sekunden langsamer sind.

Aber sie merken, wenn sich auf der Strecke nichts tut."

 

Was genau wird anders? Im Vordergrund steht der Frontflügel, der breiter wird und mit weniger Aero-Elementen auskommen muss. Die Endplatten müssen so ausgelegt werden, dass die Luft nicht außen an den Rädern vorbei geleitet wird. Weiter dürfen auch Bremsbelüftungen nicht mehr für die Aerodynamik zweckentfremdet werden und die Luft darf dann auch nicht mehr an den Radmuttern austreten. Auch der Heckflügel soll einfacher, aber breiter und höher werden. Der DRS-Effekt soll durch eine größere Öffnung mehr Effekt erzielen. Wir sind schon sehr gespannt, wie sich die Fahrer nächstes Jahr schlagen werden und ob die Änderungen die gewünschte Spannung bringen.

 

Die DTM ist genau diesen Weg der Beschneidung in der Aerodynamik schon heuer gegangen, und das Jahr war extrem spannend! In der DTM gibts natürlich auch was Neues, wenn auch eher schlechte Nachrichten. Mercedes zieht sich als einer von nur drei Herstellern komplett aus der Serie zurück. Veranstalter Gerhard Berger ist aber nicht untätig, und hat anscheinend mit zahlreichen Herstellern über einen Einstieg gesprochen. Aston Martin und Lexus sind zwei Namen, die mit der Saison 2020 immer wieder in Verbindung gebracht werden. Sicher ist jedoch, dass die Saison 2019 nur mit BMW und Audi bestritten wird. Dafür aber will man Privatteams mit Kundenautos locken. Das könnte durchaus aufgehen! Das ist aber noch nicht alles. Gerüchte sagen, es könnte nächstes Jahr eine Kooperation mit Japanischen Super GT Autos geben, genauer gesagt GT500 Prototypen von Nissan, Honda und Lexus. Diese könnten über eine BOP eingestuft werden und somit auch richtig mit den DTM-Boliden fighten! Die Motorsport-Fans sind gespannt, welche Wege die DTM schließlich einschlagen wird.

 

- th -

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