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Die jungen Wilden


Ich bin jetzt 32 Jahre alt. Alt genug, um gerade so noch die 90er und damit verbunden die Superstars dieser Zeit mitzuerleben. Richtig erinnern kann ich mich ab dem Duell zwischen Schumacher und Häkkinen. In der Zwischenzeit kamen und gingen immer wieder neue Talente. Manche schneller, manche nicht so gut - ein paar blieben. Die derzeitigen Superstars sind ohne Zweifel Sebastian Vettel und Lewis Hamilton. Derzeit haben beide 4 WM-Titel. Einer der beiden hat Ende der Saison den 5. Soviel steht schon fest. Aber auch diese beiden werden älter, und eine Gruppe junger Supertalente drängt in den Sport.

 

Der Sprung in die Königsklasse

Manche haben den Sprung in die Königsklasse schon geschafft. Charles Leclerc zum Beispiel, der in der ersten Saison bei Sauber so auf sich aufmerksam machen konnte, dass er sofort ins Cockpit der Scuderia Ferrari befördert wurde. Seinen Platz bei Sauber wird Antonio Giovinazzi, ebenfalls aus dem Ferrari-Nachwuchs, neben Urgestein Kimi Räikönnen einnehmen.

 

Doch noch viel mehr neue Namen schwirren derzeit durch die Medien. Und einer, den jeder Motorsport-Fan kennt: Schumacher. Mick, der Sohn von Legende Michael Schumacher, fährt derzeit in der Formel 3. Nach einem eher durchschnittlichen Saisonstart scheint der Knoten in Spa aufgegangen zu sein. Seither hat er 6 von 9 Rennen gewonnen, und die Tabellenführung übernommen. Der Titel gilt als sicher. Er hat wohl die Gene vom Vater geerbt und man wird noch viel von ihm hören. Auch im Traditionsstall McLaren fischt man im eigenen Teich. Mit Lando Norris kommt 2019 ein weitere Rookie ins Feld, dem man Großes nachsagt. Derzeit auf P2 der Formel 2 Meisterschaft hat er in den vergangenen Jahren unter anderem die Formel Renault und die Formel 3 gewonnen.

 

MercedesGP hat überhaupt ein Problem: Einerseits drängen die Nachwuchstalente herein, andererseits bekommt man für die derzeitigen Fahrer nicht genug Cockpits. Das bekommt der junge Fahrer Ocon zu spüren, der trotz starker Leistungen wahrscheinlich keinen Platz für 2019 hat. Grund dafür: Ein Vertrag bindet ihn an Mercedes, Wolf gibt ihn nicht frei. Damit verschließen sich Türen, wie sie durchaus bei McLaren oder Toro Rosso offen gewesen wären. Wehrlein hingegen wurde frei gegeben, und gilt bei Toro Rosso neben Kvyat als gesetzt. Deren Nachwuchsfahrer George Russel wird aber auch nicht ewig warten wollen.

 

Wer wird der nächste Superstar? Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber diese Namen wird man, sofern sie konkurrenzfähiges Material haben, noch oft hören. Ein Hinweis könnte schon nächstes Jahr kommen. Leclerc hat in einem Interview gesagt, er kommt auf keinen Fall als Nummer 2 zu Ferrari. Wir werden sehen, was er Sebastian Vettel entgegen zu setzen hat.

 

- th -

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