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Live ... zum ersten Mal


Zum 32. Geburtstag

Zu meinem 32. Geburtstag machte mir meine Frau eine absolute Freude: Sie schenkte mir ein Wochenende bei der DTM in Spielberg. Ich, als absoluter Motorsport-Fan, hatte es bis jetzt noch nie geschafft, mir ein Rennen live anzusehen. Daher war natürlich die Begeisterung und die Vorfreude enorm! Beste Sitzplatzkategorie inkl. Zugang zum Fahrerlager, Pit-View und erstmals auch Grid-View. Das ist ein Novum in der DTM: Wenn die Boliden in der Startaufstellung stehen, werden die Tore geöffnet und man kann so nahe an die Autos heran wie noch nie!

 

Das Rahmenprogramm

Natürlich lies sich auch das Rahmenprogramm sehen: BOSS-GP, steht für Big Open Single Seater, also Formel-Fahrzeuge. Eine eigene Serie für die, die es sich leisten können und wollen. Ungeschlagen heuer der Fahrer Ingo Gerstl, mit seinem Toro Rosso STR1. Was auch nicht verwunderlich ist, da er das absolut schnellste Fahrzeug im Feld hat, dass rund 10 Sekunden schneller als die Verfolger ist. Aber auch der Rest kann sich sehen lassen, finden sich unter anderem mit einem Benetton B197 oder einem Arrows A22 weitere, historische Formel-Fahrzeuge. Und wer so wie ich bisher noch keinen frei saugenden V10-Cosworth vorbeidonnern gehört hat, dem empfehle ich es dringend nachzuholen! Gänsehaut garantiert! Zweites "Rahmenprogramm", wenn man das überhaupt so nennen kann, war die Formel 3 mit wie üblich drei Rennen. Mick Schumacher konnte seine Führung durch 2 Siege und einem zweiten Platz deutlich ausbauen und wird, wenn nichts Gröberes passiert, wohl heuer Formel 3 Champion und in nächster Zukunft sehr wahrscheinlich in der Formel 1 zu sehen sein. Red Bull Schützling Daniel Ticktum konnte in keinem Rennen die Pace gehen, war meistens im Mittelfeld abgeschlagen und im zweiten Rennen sogar kurz vor Schluss durch einen Crash ausgeschieden!


Die Hauptsache!

Zur Hauptveranstaltung: Die DTM, die wie immer zwei Rennen pro Wochenende fährt, war das Highlight. Speziell an diesem Wochenende war, dass das Wetter zwischen Training, Qualifying und Rennen immer gewechselt hat. Das machte es für alle Fahrer gleichermaßen schwer. Relativ schnell zeichnete sich ab, dass es zwischen Mercedes und Audi entschieden wird. Daniel Juncadella sicherte sich die erste Pole und konnte diese auch beim Start verteidigen. Alles sah nach einem sicheren Sieg aus. Kurz vor Rennende noch ein Safety-Car und den Re-Start konnte er auch wieder für sich entscheiden. Die Rennleitung sah aber einen Frühstart und belegte ihn mit einer 30 (!) Sekunden-Strafe, was ihn auf P11 zurück warf. Gewonnen hat Audi-Fahrer Rene Rast. Leider aber nicht durch die Pace, sondern durch zwei Marken-Kollegen, die ihn in der letzten Runde vorbei gewunken haben. Genau das gleiche passierte auch im zweiten Rennen. Die Strecke war trocken, Audi-Fahrer Müller übernahm nach einem verpatzten Stopp von Mercedes-Pilot Paffet die Führung und verlor "zufällig" 3 Sekunden pro Runde auf Rast. Als dieser dann vorbei ging, konnte Müller die Pace wie durch Zauberhand wieder mit gehen. Klar, kurz vor Meisterschafts-Ende tut man alles um zu gewinnen, aber man muss nur die Kommentare im Internet lesen. Sowas kommt bei den Fans nie gut an, aber so ist der Motorsport wohl. Was allerdings gut ankommt, ist der Flair, den der Besuch beim Ring mitbringt. Der Geruch nach verbranntem Gummi, nach Benzin. Die besondere, aufgeladene Atmosphäre, wenn die Autos mit weit über 200 km/h über die Zielgerade brettern und auf der letzten Rille bremsen und die Funken fliegen, wenn sie dann doch den Curb noch voll erwischen. Die Nähe zu den Piloten, zu den Fahrzeugen und einmal live sehen, wie die Mechaniker arbeiten. Das ist noch einmal eine ganz andere Nummer als das Rennen vor dem Fernseher zu verfolgen. Für mich war es definitiv nicht das letzte mal, soviel steht schon mal fest!

 

- th -

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Kommentare: 2
  • #1

    Uwe E. (Montag, 24 September 2018 14:20)

    Schöner Bericht von dir, Thomas!

  • #2

    Kevin G. (Montag, 24 September 2018 14:59)

    Schöner Bericht und Danke das du ihn mit uns teilst.