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Pre-Season-Race bei Gavra


Endlich war es wieder soweit. Am 4. September stand das erste der insgesamt 2 Vorbereitungsrennen für die Classic League mit dem Mercedes 190 E auf dem Programm.

Leider musste ich alleine am Rennen teilnehmen, da mein Teamkollege Uwe an disem Abend verhindert war.

Dunkle Wolken ziehen auf

Meine ersten Eindrücke direkt in der Trainingslobby: Ups, diese Gegner sind viel stärker als ich das erwartet hatte.

Donington war der Schauplatz, das Wetter bewölkt aber stabil.

Uwe und ich hatten uns vor meiner Urlaubspause schon mit dem Fahrzeug vertraut gemacht. Die ersten Zeiten die ich fuhr waren alle stabil und konstant. Ich war mir sicher, damit im vorderen Mittelfeld zu liegen. ABER: es fehlten mir sagenhafte 3,5 sec auf die Konkurrenz.

Ok, ich war jetzt zwei Wochen aus dem Training, aber das fand ich doch jetzt recht deprimierend und schockierend.

Zum Glück war wenigstens Tobias in der Party anwesend und konnte mir schnell mit einem besseren Setup aushelfen.

Ich habe die Einstellungen dann etwas an meinen Fahrstil angepasst. Dennoch stand ich mir im Qualifying dann selber im Weg und mehr als ein 11. Platz war nicht drin.

 

Die Startphase verlief sehr gesittet. Dennoch unterliefen den Gegnern ein paar kleinere Fehler und schnell konnte ich mich auf P9 vorschieben. Ab hier gab es rundenlange, faire und tolle Zweikämpfe mit Joe Black.

Nachdem ich mich auf P8 vorgekämpft hatte, stellte sich mir die Frage nach einem Wechsel der Reifen. Ich entschied mich für einen Stopp, verlor aber zum Glück keine Plätze dadurch.

Allerdings sah es für die Orientierung nach weiter vorne düster aus. Mehr als 20 sec Rückstand auf den Vordermann war nicht sehr ermutigend. Doch ich konnte mich ranfahren. Kurz bevor ich meinen Gegner erreichen konnte, verschwand er durch einen Disconnect aus dem Rennen.

Mein nächster Vordermann war eher eine Überraschung: Kiwiladlad hatte das Quali dominiert und fuhr jetzt eher im Mittelfeld? Da hatte es wohl einen Zwischenfall gegeben. In der Folge handelte er sich auch noch eine Megastrafe von 46 Sekunden ein. Mein Glück: wieder ein Platz vor. Am Ende reichte es dann für P6.

Aber es bleibt die Erkenntnis: das war ein klarer Weckruf. Diese Liga wird eine harte werden. Die Gegner sind enorm stark und wie immer im Rennsport: am Ende entscheidet nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Konstanz. Und genau deshalb sehe ich für uns in der Teamwertung nicht schwarz. Wenn wir etwas Pace finden und mit hoher Konstanz fahren, so wie wir es in der Academy unter Beweis gestellt haben, dann haben wir auch gute Chancen auf eine tolle Platzierung am Ende der Saison.

 

- th -

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