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Carlo Abarth - Oder die Geschichte mit dem Skorpion


Abarth, ein Name den längst nicht jeder kennt. Doch auch ein Name mit langer Tradition, die bis ins Jahr 1949 zurückgeht. Gehen wir zunächst noch etwas weiter zurück.

 

Carlo Abarth, eigentlich Karl, geboren am 15. November 1908, wuchs in wechselnden Umgebungen auf. In Wien arbeitete er als Motorradmechaniker und schon bald entdeckte er seine Leidenschaft für den Motorsport. Vor dem 2. Weltkrieg war er bekannt für sein eigene Entwicklung eines Motorradgespanns, mit dem Schräglagen bei Kurvenfahrten möglich war.

 

Während des Krieges flüchtete Abarth vor den Nazis nach Italien - nannte sich ab jetzt Carlo und blieb dem Motorsport treu. Er gründete die Firma Abarth, die sich auf das Tuning von Fahrzeugen spezialisierte. Der Skorpion als Markenzeichen kam zu der Ehre, weil Carlo in diesem Sternzeichen geboren wurde.

 

In den 50er und 60er-Jahren wurden viele Fahrzeuge von Fiat, Simca und Alfa Romeo in seinen Werkstätten renntauglich gemacht.

Speziell den kleineren Fahrzeugen galt das Augenmerk von Abarth. Sein Leitspruch: "Rennen werden in den Kurven gewonnen, nicht auf den Geraden".

Bekanntestes Modell dürfte der Fiat 500 esse esse sein. Diese Bezeichnung steht auch heute noch für die stärkeren Versionen. Die ursprüngliche Bedeutung geht auf die Bezeichnung "Supersport" zurück - die Abkürzung "SS" war damals nach dem Krieg natürlich nicht verwendbar.

Bis 1971 fuhren seine Fahrzeuge jährlich bis zu 600 Klassensiege ein. Es wurde kolportiert das Abarth sein Geld damit verdient hat, die Siegprämien seiner Fahrer einzustreichen. Er kontrollierte das akribisch indem er sich alle verfügbaren Sportzeitungen kaufte um dort die Ergebnislisten einsehen zu können.

 

In diesem Jahr verkaufte er dann auch seine Namensrechte an Fiat. Der Konzern ließ den Namen bis zum Jahr 2007 ruhen um ihn ab diesem Zeitpunkt wieder erfolgreich aufleben zu lassen. Der Tradition treu werden nach wie vor eher kleinere, dafür PS-starke Fahrzeuge wie anfangs der Grande Punto mit bis zu 180 PS und der damals brandneue Fiat 500 mit 135 bis 160 PS mit dem Zusatz "Abarth" versehen.

Aktuell verkauft Abarth nach wie vor das Modell 500. Inzwischen mit den Bezeichnungen 595 und 695 und Leistungen zwischen 145 und 190 PS. Hinzu kommt ein leichter Roadster als Abarth 124 Spider mit 170 PS.

Man darf gespannt sein, was die Zukunft des "Skorpions" für uns bereit hält.

 

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